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Promotion: Freiheit, Druck und Leidenschaft
Ein Blick hinter die Schreckenserzählungen

Eine Habilitandin arbeitet in der Bibliothek an ihrer Habilitationsschrift

© GaudiLab / iStock.com

„Promovieren heißt, durch die Hölle zu gehen“. So lautet der Titel eines Artikels der ZEIT aus dem Jahr 2019, der sich mit Schwierigkeiten und Hürden der Promotion auseinandersetzt. Und er ist nicht der einzige seiner Art. Wer das Thema Promotion googelt, findet zahlreiche Schreckenserzählungen: Der Spiegel berichtet beispielsweise von „prekären Arbeitsverhältnissen, knapp über dem Existenzminimum“ (2017) und die SZ verkündet: „Wer einen Doktortitel anstrebt, leidet häufiger unter psychischen Störungen“ (2018). Doch ist das wirklich so? Unsere Recherche zeigte: Diese Schlagzeilen zeigen nur eine Seite der Promotion.

Aktualisiert: 24.08.2026

Von:
Karolina Werner (klw)
Akademische Laufbahn Köpfe der Wissenschaft Promotion Forschungsförderung Diversität & Gleichbehandlung

Der Reiz am Promovieren

Mona Herden ist Doktorandin an der Universität Hamburg und promoviert im Bereich Sport-, Bewegungs-, und Neurowissenschaften. Den konkreten Plan zu promovieren hatte sie ursprünglich nicht. Es waren verschiedene Projekte an der Uni, die sie immer wieder in die Forschung zurückbrachten und faszinierten. „Ich bin super dankbar für die Zusammenarbeit in den Teams und selber total gespannt darauf, wie sich die Themen entwickeln werden“, berichtet sie.

Einen ähnlich begeisterten Ton schlägt auch Johannes Freiling an. Er promoviert ebenfalls an der Universität Hamburg im Bereich Sozialökonomie am Lehrstuhl „Management und Sustainability“ und ist seit eineinhalb Jahren dabei. Auf die Frage, ob er jemals an seiner Entscheidung zu promovieren gezweifelt hätte, antwortet er schlicht „Ehrlich gesagt nicht.“ Was ihn hält, ist vor allem das Thema. „Dieses intensive Arbeiten an einem Thema, wirklich tief einzutauchen und es gut zu verstehen, hat einen echten Reiz.“ Hinzu kommt auch bei ihm das Team. Der Alltag am Lehrstuhl, die Kolleg:innen, die Universität Hamburg als Ort – das alles stimmt für ihn.

Miriam Berger* promoviert seit dem 01 Juli 2026 und berichtet von einem Institut, das sie von Anfang an aufgenommen hat. „Alle sind wirklich hilfsbereit“, erzählt sie. Mit ihrer Betreuungsperson passt es „menschlich nicht hundertprozentig, aber fachlich funktioniert es gut, ich kann Aufgaben gut annehmen“. Erreichbarkeit ist dabei kein Problem: Antworten kommen meistens innerhalb einer Stunde. Was alle drei eint: Sie sind im Reinen mit der Entscheidung zu promovieren und brennen für ihr Thema. Denn wie Johannes Freiling es auf den Punkt bringt: „Man muss für das eigene Thema eine gewisse Leidenschaft mitbringen, sonst hält man das nicht durch.“ 

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Wenn Freiheit zur Belastung wird

Trotz der großen Leidenschaft und des starken Rückhalts im Team wäre es naiv zu behaupten, dass Promovierende mit keinen Herausforderungen konfrontiert werden. Eine der größten ist ein Privileg und eine Belastung zugleich: die Freiheit. Anders als im Studium gibt es keinen festen Stundenplan, kein Curriculum und meist auch keinen klaren Tagesablauf. Der Kalender bleibt leer, wenn man ihn nicht selbst füllt. 

Johannes Freiling beschreibt diese Arbeitsweise als einen der Aspekte, auf den er sich am wenigsten vorbereitet fühlte. Während er in Praktika und Beratungen meist in Teams auf überschaubare Projekte hinarbeitete, ist er in der Promotion vor allem für sich selbst verantwortlich. An wissenschaftlichen Texten könne man schließlich immer weiterarbeiten: „Noch eine Quelle lesen, noch einen Satz umschreiben, noch eine bessere Formulierung finden. Sich da zu disziplinieren, den inneren Schweinehund zu überwinden, ist manchmal nicht einfach.“

Auch Katja Romeyke, die in der germanistischen Linguistik zu Lesekompetenzen in den ersten Grundschuljahren promoviert, erlebt ihren Promotionsalltag als frei. Sie kann zwischen Homeoffice und Büro wählen und plant ihre Aufgaben selbstständig. Grundsätzlich passe diese Freiheit gut zu ihr, sagt sie. Gleichzeitig sieht sie die Kehrseite: „Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht auch überfordernd sein kann.“ Besonders schwierig könne es werden, wenn die Dissertation keine äußere Deadline habe und gleichzeitig andere Aufgaben, wie beispielsweise die Lehre, erledigt werden müssten. Dann stelle sich die Frage, was Priorität hat und wann die eigene Forschung an der Reihe ist.

Mona Herden hebt in diesem Zusammenhang vor allem die Freiheit und die damit verbundenen Lernprozesse hervor, die mit der eigenständigen Gestaltung einer Promotion verbunden sind: Eine unterstützende Betreuung biete einerseits sehr wertvolle Orientierung. Der eigene wissenschaftlichen Weg und die Arbeitsweise wird dann aber, am besten passend zu den individuellen Stärken, selbst entwickelt. Man lerne so fast unabhängig vom Fachbereich, komplexe Projekte selbstständig zu strukturieren, Prioritäten zu setzen und vor allem über längere Zeiträume konsequent an gesetzten Zielen zu arbeiten. Dies sei nicht nur für die Promotion wertvoll und hilfreich.

Ann-Kathrin Napp promoviert im Bereich psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Sie beschreibt die Promotion als einen Prozess, in dem sie über sich selbst hinausgewachsen ist. Sie habe im Laufe der Zeit gelernt, mit Menschen in Kontakt zu treten und Forschungsergebnisse zu präsentieren. Vor Beginn ihrer Promotion hätte sie sich nicht vorstellen können, einmal vor etwa 100 Menschen einen Vortrag zu halten. Gerade solche Erfahrungen, die sie sich zunächst nicht zugetraut habe, empfinde sie als eine der positiven Seiten der Promotion.

Die Freiheit der Promotion ist damit weder eindeutig positiv noch eindeutig negativ. Sie kann Raum für selbstständiges Arbeiten und eigene Ideen schaffen, aber auch Unsicherheit und Druck erzeugen. Wie gut Promovierende mit ihr umgehen können, hängt nicht nur von ihrer Persönlichkeit ab, sondern auch von den Rahmenbedingungen: von der Betreuung, der Finanzierung und davon, ob sie wissen, wo sie Unterstützung finden.


Wenn die Zeit befristet ist, die Arbeit aber nicht

Besonders herausfordernd wird es bei der Finanzierung. In der Beratung erlebt Saskia Pfeiffer, Referentin für Promovierende an der Hamburg Research Academy, finanzielle Fragen als eines der häufigsten Probleme. Schwierigkeiten entstehen nicht nur am Ende einer Promotion, wenn ein Vertrag oder ein Stipendium ausläuft. Auch am Anfang müssen viele Promovierende eine Phase überbrücken, in der sie bereits an ihrem Projekt arbeiten, aber noch keine gesicherte Finanzierung haben.

Gemeinsam mit Mona Herden, die selbst promoviert, Sprecherin des HRA-Promovierendenrats und als Vorstand im Bundesverband für Promovierende aktiv ist, verweist Saskia Pfeiffer auf die Diskrepanz zwischen der formalen Vertragslaufzeit und der tatsächlichen Dauer einer Promotion. Drei Jahre Erstvertrag seien für viele nicht realistisch. Selbst wenn kurze medizinische Promotionen nicht herausgerechnet werden, dauere eine Promotion im Durchschnitt deutlich länger. Für Promovierende bedeutet das: Die Dissertation läuft weiter, auch wenn die Finanzierung endet. Wer eine Teilzeitstelle hat, arbeitet zudem nicht immer nur in dem Umfang, für den die Stelle bezahlt wird. Johannes Freiling erzählt von seiner Beobachtung, dass eine mit 50 Prozent finanzierte Stelle in der Praxis deutlich mehr als 50 Prozent der Arbeitszeit beanspruchen kann. Er selbst ist froh, eine 100-Prozent-Stelle zu haben. Für andere Promovierende kann die finanzielle Unsicherheit jedoch nicht nur ein materielles Problem sein, sondern auch soziale Kontakte und die mentale Gesundheit belasten.

Eine andere Form der Unsicherheit erlebt Miriam Berger*. Ihre Promotion ist theoretisch auf drei Jahre ausgelegt, zunächst finanziert ist sie jedoch nur für sechs Monate über ein Stipendium. Das Institut hatte keine Stelle ausgeschrieben; sie hatte sich initiativ beworben und musste zunächst selbst eine Finanzierung finden. Die Institution*, die an ihrem Projekt beteiligt ist, übernimmt die Kosten zunächst, langfristig kann sie die Promotion jedoch nicht finanzieren. Miriam Berger* erlebt diese Situation gleichzeitig als Chance und als Belastung: Sie kann prüfen, ob das Projekt und die Arbeit zu ihr passen, weiß aber nicht, ob sie es nach einem halben Jahr fortsetzen kann: „Es ist nicht einfach. Das ist das erste Mal, dass ich finanziell unabhängig von meinen Eltern bin, aber nur für ein halbes Jahr gesichert zu sein, fühlt sich sehr unsicher an.“

Saskia Pfeiffer weist darauf hin, dass sich die Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren mit Blick auf Vertragslaufzeiten und Stellenanteilen schon verändert haben. Auch die Hamburger Hochschulen haben sich in einer gemeinsamen Erklärung zu besseren Bedingungen für wissenschaftliche Karrieren bekannt. Doch zwischen einer politischen oder institutionellen Selbstverpflichtung und ihrer Umsetzung im Arbeitsalltag liegt ein entscheidender Schritt. Für die einzelnen Promovierenden bleibt die Frage: Was passiert, wenn die drei Jahre vorbei sind, der Vertrag oder das Stipendium nicht verlängert werden können und die Dissertation aber noch nicht abgeschlossen ist?

Betreuung: Fachliche Unterstützung und persönliche Abhängigkeit

Eine zentrale Rolle spielt deshalb die Betreuung. Maja Lohse, die im Promotionsbüro der Bucerius Law School für Promotions- und Habilitationsverfahren zuständig ist, erlebt die Betreuung vor allem aus der administrativen Perspektive. Sie berichtet: „An der Bucerius Law School wird zu Beginn eine Betreuungsvereinbarung geschlossen. Sie soll Abläufe und gegenseitige Erwartungen klären und damit Sicherheit für beide Seiten schaffen.“

Lohse betont außerdem, dass die Promotionsordnung die formalen Schritte möglichst klar regeln sollte. Ihre Aufgabe bestehe vor allem darin, bei Zulassungsanträgen, Abgabe und Prüfung zu unterstützen. In der eigentlichen Arbeitsphase sehe sie die Promovierenden dagegen weniger häufig. Ihre Perspektive zeigt, dass organisatorische Klarheit eine wichtige Hilfe sein kann, sie ersetzt jedoch nicht automatisch eine gute persönliche Betreuung.

Wie unterschiedlich die Betreuung im Alltag aussehen kann, zeigt Miriam Bergers* Erfahrung. Ihr Betreuer war zu Beginn ihrer Promotion mehrere Wochen im Urlaub. Sie bekam Aufgaben, aber nur wenige konkrete Vorgaben, wie sie diese erledigen sollte. „Du wirst zu 80 Prozent der Zeit keine Ahnung haben, was du genau tust“, habe ihr Betreuer ihr zu Beginn gesagt. Diese Aussage beschreibt zwar einen typischen Teil wissenschaftlicher Selbstständigkeit, macht das Ankommen aber nicht unbedingt leichter.

Saskia Pfeiffer beschreibt die Betreuungsbeziehung als eines der großen strukturellen Probleme der Promotion. In Deutschland sind Betreuung und Begutachtung in der Regel nicht voneinander getrennt. Dadurch entsteht eine starke Abhängigkeit von der Person, die zugleich fachlich, institutionell und teilweise auch finanziell über die Promotion mitentscheidet. Hinzu kommen Rollenkonflikte: Betreuungspersonen sind nicht nur Vorgesetzte, sondern manchmal auch Mentor:innen oder soziale Bezugspersonen. Gerade deshalb könne es schwierig sein, Kritik einzufordern, Grenzen zu setzen oder Probleme offen anzusprechen.

Mona Herden sieht hier ebenfalls einen wichtigen Ansatzpunkt. In einer Umfrage des Bundesverbands für Promovierende im März 2026 wurde deutlich, dass viele Promovierende Unterstützung bei der Kommunikation mit ihren Betreuerinnen und Betreuern wünschen. Häufig fehle nicht der Wille zum Austausch, sondern die Zeit und die Sicherheit, die Rollenverteilung klar zu besprechen: Wie viel Zeit steht bei einer Teilzeitstelle tatsächlich für die Dissertation zur Verfügung? Welche Aufgaben gehören zur Anstellung, welche zur Promotion? Und wer ist zuständig, wenn sich beides überschneidet?


Nicht alle starten unter den gleichen Bedingungen

Die Herausforderungen einer Promotion treffen nicht alle Promovierenden gleichermaßen. Mona Herden spricht nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern auch aus ihrer Arbeit im Bundesverband für Promovierende und als Sprecherin des HRA-Promovierendenrats. Sie betont, dass die neusten Daten der 2026er Umfrage des Bundesverbands ergeben, dass Rassismus und geschlechtsspezifische Unterschiede auch im Promotionsalltag eine Rolle spielen. Bei Konferenzen habe sie erlebt, dass die Beiträge junger Wissenschaftlerinnen nicht immer mit derselben Selbstverständlichkeit in erster Linie inhaltlich wahrgenommen würden wie die ihrer männlichen Kollegen. 

Ann-Kathrin Napp erzählt, dass sie selbst eine Promotion lange nicht als Möglichkeit betrachtet hatte. Erst ein Praktikum und eine Tätigkeit als studentische Hilfskraft führten dazu, dass sie überhaupt gefragt wurde, ob sie promovieren wolle. Wer aus einem akademischen Elternhaus komme, kenne den Weg oft früher und verfüge eher über informelles Wissen. 

Miriam Bergers* Vater ist selbst auch Professor und sie stellt dar: Ich glaube schon, dass es einfacher ist, wenn man aus einem akademischen Elternhaus kommt – man kennt die Welt schon, man hat gesehen, was ein PhD bedeuten kann. Ich weiß durch meine Eltern, dass sich die Investition lohnen kann, auch wenn man während der Promotion nicht in die Rente einzahlt und keine Gehaltsstufen sammelt. Wenn man diesen Ausblick nicht hat, sieht man vielleicht eher die Nachteile und das ist absolut nachvollziehbar.“

Eine Promotion ist deshalb nicht nur eine individuelle Entscheidung. Sie hängt auch davon ab, ob jemand es sich leisten kann, mehrere Jahre mit einem unsicheren Einkommen zu leben, ob ein soziales Sicherheitsnetz vorhanden ist und ob die Person weiß, welche Unterstützungsmöglichkeiten existieren. Die Frage, wer promoviert, ist damit auch eine Frage nach Zugang und sozialer Gerechtigkeit.


Unterstützung gibt es, aber man muss sie kennen

Die Doktorand:innen nennen verschiedene Ansätze, die Promovierende entlasten können: klare Betreuungsvereinbarungen, regelmäßige Feedbackgespräche, realistische Zeitpläne, verlässliche Vertragslaufzeiten und niedrigschwellige Beratungsangebote. Die Hamburg Research Academy versucht, genau solche Angebote miteinander zu verbinden. Der Promovierendenrat organisiert Coworking, Stammtische, Writing Retreats und Peer-Beratung. Gerade der Austausch unter Promovierenden kann helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und das Gefühl zu verringern, mit ihnen allein zu sein.

Gleichzeitig liegt darin eine weitere Schwierigkeit: Diejenigen, die Unterstützung am dringendsten brauchen, haben oft am wenigsten Zeit und Energie, danach zu suchen. Workshops zu Kommunikation, Zeitmanagement oder mentaler Gesundheit existieren zwar, sie müssen aber auch die Menschen erreichen, die gerade überlastet sind.

Dr. Elena Krones-Nendza, Geschäftsführerin der Hamburg Research Academy, fasst es wie folgt zusammen: „Die Promotion wird heute zunehmend als eigenständige Qualifizierungs- und Entwicklungsphase verstanden, die weit über die Arbeit an einer Dissertation hinausgeht. Die Anforderungen an Promovierende sind in den vergangenen Jahren deutlich komplexer geworden. Hochschulen reagieren auf diese Entwicklung, indem sie Strukturen und Einrichtungen wie die Hamburg Research Academy schaffen, die Orientierung geben und die wissenschaftliche und berufliche Entwicklung gezielt unterstützen. Gute Promotionsbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für faire und planbare Karrierewege in der Wissenschaft."

Die Promotion ist also weder die reine Hölle aus den Schlagzeilen noch ein geschützter Raum, in dem sich Forschung einfach selbst verwirklichen lässt. Sie ist beides: eine Phase großer Freiheit und großer Abhängigkeit, persönlicher Entwicklung und struktureller Unsicherheit. Ob sie gelingt, hängt nicht nur davon ab, wie diszipliniert, belastbar oder motiviert jemand ist. Auch die Bedingungen müssen stimmen. Und dazu gehört auch immer ein kleines bisschen Glück.

* Der Name wurde zum Schutz der Privatsphäre geändert. Auf Wunsch der Person nennen wir weder das Fachgebiet noch die Hochschule, an der sie promoviert. Der Redaktion von academics ist die Identität der Person bekannt.

Promovierende 2024: Die wichtigsten Fakten

212.437 Promovierende wurden 2024 an deutschen Hochschulen erfasst. Die meisten promovierten in der Humanmedizin oder in den Naturwissenschaften.

Auf einen Blick

  • 212.437 Promovierende insgesamt
  • 108.666 Männer und 103.227 Frauen: nahezu ausgeglichen, mit einem leichten Männerüberhang
  • Die drei größten Fächergruppen vereinen rund 69 % aller Promovierenden auf sich

Die größten Fächergruppen

  • Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften: 60.324 Promovierende (28,4 %)
  • Mathematik und Naturwissenschaften: 47.714 (22,5 %)
  • Ingenieurwissenschaften: 39.239 (18,5 %)

Damit promovierten mehr als zwei Drittel aller Personen in diesen drei Fächergruppen.

Die meisten promovieren ohne Beschäftigungsverhältnis an der Hochschule

  • Für 211.893 Promovierende lagen Angaben zum Beschäftigungsverhältnis an der Hochschule der Promotion vor:
  • 65.597 hatten ein Beschäftigungsverhältnis (31,0 %)
  • 146.296 hatten kein Beschäftigungsverhältnis (69,0 %)

Ein Beschäftigungsverhältnis an der Hochschule war damit bei knapp einem Drittel der Promovierenden die Regel – bei der großen Mehrheit jedoch nicht.

Auffällige Geschlechterunterschiede nach Fächergruppe

In der Humanmedizin und den Gesundheitswissenschaften promovierten deutlich mehr Frauen als Männer:

  • 37.194 Frauen
  • 22.854 Männer

Der Frauenanteil lag dort bei rund 61,6 %. Den deutlichsten Männerüberhang gab es in den Ingenieurwissenschaften:

  • 29.997 Männer
  • 9.183 Frauen

Quelle: Tabelle 21352-04, Deutsche und ausländische Promovierende 2024 nach Fächergruppen und Beschäftigungsverhältnis an der Hochschule der Promotion. Prozentwerte sind gerundet.

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    Podiumsdiskussion & Austausch: Karrierewege in und aus der Wissenschaft (Falling Walls Science Summit)

    Datum Fr, 6.11.2026
    Zeit 14-16 Uhr
    Ort Haus der Kulturen der Welt (HKW), John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 Berlin
    Redner Dr. Hanna Proner (DIE ZEIT)
    Redner Dr. Nicole Saverschek
    Redner Dr. Nina Fechler
    Redner Dagny Lüdemann
    Redner Dr. Nele Diekmann

    In diesem zweistündigen Bühnenslot geben vier Expertinnen und Rolemodels persönliche Einblicke in ihre beruflichen Wege und berichten von Chancen, Entscheidungen und Erfahrungen an unterschiedlichen Schnittstellen zur Wissenschaft. Ob der Weg tiefer in die Forschung führt, um einem Forschungsprojekt zum durchschlagenden Erfolg zu verhelfen oder in die Gründung eines Start-Ups oder vielleicht ins Wissenschaftsmanagement oder auch in die Wissenschaftskommunikation – diese Ideen, Motivationen und vielleicht auch ganz neue Perspektiven diskutieren wir auf der Bühne, aber danach auch mit allen Teilnehmer:innen an Thementischen im persönlichen Gespräch – mit viel Zeit zum Fragen stellen und Erfahrungen teilen.

    Die Veranstaltung richtet sich an junge Wissenschaftler:innen und alle, die sich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen. Sie bietet Orientierung, Inspiration und ganz konkrete Einblicke in mögliche Karriereschritte in und aus der Wissenschaft.

    Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung (3-Tages-Pass für das Falling Walls Science Summit) ist erforderlich – Link hinter dem Button „Mehr erfahren“!

    Role Models und Speakerinnen:

    • Dr. Nicole Saverscheck, promovierte Biologin, Leitung des Begabtenförderungswerk der Stiftung der Deutschen Wirtschaft
    • Dr. Nina Fechler, promovierte Chemikerin, Global Director Strategic Marketing & Business Development bei Evonik
    • Dagny Lüdemann, Biologin, Chefreporterin im Ressort Wissen für DIE ZEIT
    • Dr. Nele Diekmann, promovierte Geisteswissenschaftlerin, selbständig

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    Datum Mi, 18.11.2026
    Zeit 09:15 bis 11:15
    Redner Prof. Dr. Lydia Göse (TH Wildau)
    Redner Marianne Löhndorf (TH Lübeck)

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    Gemeinsam mit dem Fellowship-Programm „Zia – Visible Women in Science“ wollen wir diese und weitere Fragen in einem kostenfreien, interaktiven Online-Seminar rund um den Karriereweg HAW-Professur beantworten.

    Neben Einblicken in Voraussetzungen, Berufungsverfahren und den Berufsalltag geht es vor allem um Themen, die Frauen auf ihrem Karriereweg bewegen: Wie lässt sich eine Professur mit Familie und Privatleben vereinbaren? Welche Hürden können auf dem Weg entstehen? Und was hilft dabei, den nächsten Karriereschritt selbstbewusst zu gehen?

    Infos und Tipps aus erster Hand kommen dabei von Prof. Dr. Lydia Göse (TH Wildau), mit der wir über ihren persönlichen Weg zur Professur sprechen, und Marianne Löhndorf (TH Lübeck), die Einblicke in Berufungsverfahren und Karrierewege gibt.

    Besonders wichtig: Dieses Webinar lebt vom Austausch. In einem eigenen Networking-Block haben die Teilnehmerinnen Raum, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen, Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Teilnehmerinnenzahl ist deshalb auf 250 limitiert.

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