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Destatis: Zahl deutscher Studierender in Ausland gesunken

  • 2023: 1.300 oder 1 Prozent Auslandsstudierende weniger als im Vorjahr
  • Deutliche Rückgänge der Zahl deutscher Studierender in den USA, im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden 
  • Österreich bleibt beliebtestes Gastland


Aktualisiert: 23.12.2025

Von: academics
News Akademische Laufbahn Arbeiten im Ausland

137.200 deutsche Studierende an ausländischen Hochschulen

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© academics Grafik

Im Jahr 2023 waren rund 137.200 deutsche Studierende an ausländischen Hochschulen eingeschrieben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 1.300 oder 1 Prozent Auslandsstudierende weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf deutliche Rückgänge der Zahl deutscher Studierender in den USA, im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden zurückzuführen.

  • In den USA waren im Jahr 2023 insgesamt 6.900 deutsche Studierende eingeschrieben, das war ein Fünftel (minus 20 Prozent) weniger als im Jahr 2022.
  • Im Vereinigten Königreich sank die Zahl im selben Zeitraum um 13 Prozent auf 8.400 Studierende.
  • In den Niederlanden nahm die Zahl deutscher Studierender um 7 Prozent auf 21.100 ab.

Trotz dieser Entwicklungen zählten diese drei Staaten, gemeinsam mit Österreich und der Schweiz, im Jahr 2023 weiterhin zu den beliebtesten Zielländern deutscher Studierender.

➥ Mehr lesen: Themenseite Arbeiten im Ausland

Österreich weiterhin das mit Abstand beliebteste Zielland für ein Auslandsstudium

In Österreich, dem weiterhin wichtigsten Zielland für ein Auslandsstudium, waren im Jahr 2023 rund 40.700 deutsche Studierende immatrikuliert, das waren 8 % mehr als im Vorjahr. Die Schweiz verzeichnete mit 12 600 deutschen Studierenden einen leichten Zuwachs um 1 Prozent. Insgesamt entschieden sich fast zwei Drittel (65 Prozent) aller deutschen Auslandsstudierenden für die Top-5-Zielländer

  • Österreich,
  • Niederlande,
  • Vereinigtes Königreich,
  • USA und
  • Schweiz.

Innerhalb der Europäischen Union studierten 70 Prozent aller Auslandsstudierenden.

➥ Mehr lesen: Arbeiten in Österreich

Hoher Anteil an Promotionsstudierenden in der Schweiz

Die angestrebten Abschlüsse deutscher Studierender im Ausland weisen in Österreich und der Schweiz deutliche Unterschiede auf. In Österreich wurden Bachelor- und Masterabschlüsse von deutschen Studierenden mit 41 Prozent beziehungsweise 44 Prozent annähernd gleich häufig angestrebt, während der Anteil der Promotionsstudierenden im Jahr 2023 mit 7 Prozent deutlich geringer ausfiel. In der Schweiz lag der Anteil der Promotionsstudierenden dagegen deutlich höher bei 26 Prozent.

➥ Mehr lesen: Arbeiten in der Schweiz

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25 Prozent aller Auslandsstudierenden in Fächergruppe „Wirtschaft, Verwaltung und Recht“

Hinsichtlich der Studienwahl blieben die fachlichen Schwerpunkte im Vergleich zu den Vorjahren konstant. Die größte Fächergruppe bildete „Wirtschaft, Verwaltung und Recht“ mit 29.300 (25 Prozent) aller deutschen Studierenden im Ausland. Ebenfalls verbreitet waren die Fächergruppen „Sozialwissenschaften, Journalismus und Informationswesen“ mit 22.700 (19 Prozent) sowie „Gesundheit und Sozialwesen“ mit 14.900 (13 Prozent).

Studierende der Humanmedizin zieht es häufig nach Osteuropa

Im Fach Humanmedizin bestehen in Deutschland aufgrund der beschränkten Zahl an Studienplätzen Zulassungsbeschränkungen. Daher entscheiden sich viele deutsche Studierende dieses Fachs für ein Auslandsstudium in Osteuropa. In Bulgarien waren 82 Prozent der deutschen Studierenden im Jahr 2023 in Humanmedizin eingeschrieben, in Litauen 70 Prozent, in Ungarn 60 Prozent, in Polen 51 Prozent und in Tschechien 38 Prozent. Zwar ist die Zahl deutscher Studierender in diesen Ländern im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 7.400 Studierende zurückgegangen, dennoch bleibt Humanmedizin dort das am häufigsten gewählte Studienfach deutscher Auslandsstudierender.

(mas)

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