Statistische Bundesamt
Zahl der Promovierenden steigt um 1,8 Prozent
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat für das Jahr 2025 aktuelle Zahlen zu den Promotionsverfahren an deutschen Hochschulen veröffentlicht.
- 2025 gab es 216.243 Promovierende an deutschen Hochschulen.
- Der Frauenanteil unter den Promovierenden lag unverändert bei 49 Prozent.
- 35.808 Personen begannen 2025 ein Promotionsstudium.
- 54.203 Promovierende hatten eine ausländische Staatsbürgerschaft.
- Die meisten Promovierenden gab es in der Humanmedizin und den Gesundheitswissenschaften, gefolgt von Mathematik und Naturwissenschaften sowie den Ingenieurwissenschaften.
Aktualisiert: 27.08.2026
Mehr Personen in laufenden Promotionsverfahren
© academics Grafik
Die Zahl der Promovierenden hat sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer aktuellen Pressemitteilung vom 26. August mitteilt, stieg die Zahl um 3.806 auf insgesamt 216.243 Promovierende. Der Frauenanteil blieb mit 49 Prozent unverändert. Während das Alter von Doktorandinnen durchschnittlich 30,1 Jahre betragen habe, seien Doktoranden mit 30,9 Jahren im Schnitt etwas älter.
Insgesamt 35.808 Personen begannen im Jahr 2025 ein Promotionsstudium. Das sind rund drei Prozent mehr als im Vorjahr. Etwa ein Viertel der Promovierenden, insgesamt 54.203, hatten 2025 eine ausländische Staatsbürgerschaft.
Unterschiede zwischen den Fächergruppen und Geschlecht
In den Fächergruppen ergab sich den Destatis-Zahlen zufolge ein heterogenes Bild. Die meisten Promovierenden gab es mit 64.065 Personen in der Humanmedizin und den Gesundheitswissenschaften. Auf diese Fächergruppe entfielen damit rund 30 Prozent aller Promovierenden. Es folgten Mathematik und Naturwissenschaften mit 47.274 sowie die Ingenieurwissenschaften mit 40.148 Promovierenden. In den Geisteswissenschaften wurden 20.673 Promotionsverfahren gezählt.
Auch bei der Geschlechterverteilung zeigten sich Unterschiede zwischen den Fächergruppen. In den Ingenieurwissenschaften lag der Männeranteil bei rund 76 Prozent. Insgesamt promovierten dort 30.369 Männer. In Kunst und Kunstwissenschaften betrug der Frauenanteil dagegen etwa 66 Prozent. Die meisten Frauen, insgesamt 39.902, promovierten in der Humanmedizin und den Gesundheitswissenschaften.
Promovierende 2025 nach Fächergruppen und Geschlecht
| Fächergruppe | Männer | Frauen | Insgesamt |
|---|---|---|---|
|
Geisteswissenschaften |
9.028 |
11.645 |
20.673 |
|
Mathematik, Naturwissenschaften |
25.919 |
21.355 |
47.274 |
|
Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften |
24.163 |
39.902 |
64.065 |
|
Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin |
1.891 |
3.542 |
5.433 |
|
Ingenieurwissenschaften |
30.369 |
9.779 |
40.148 |
|
Kunst, Kunstwissenschaft |
1.227 |
2.395 |
3.622 |
|
Rechts- und Verwaltungswissenschaften |
5.800 |
4.239 |
10.039 |
|
Wirtschaftswissenschaften |
5.149 |
3.600 |
8.749 |
|
Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Sport |
6.049 |
9.771 |
15.820 |
|
Außerhalb der Studierendenbereichsgliederung / Sonstige Fächer |
224 |
196 |
420 |
Münchner Hochschulen mit den höchsten Zahlen
An der Ludwig-Maximilians-Universität München liefen 2025 mit 10.242 die meisten Promotionsverfahren. An der Technischen Universität München waren es 10.063. Auf die beiden Münchner Hochschulen entfiel damit etwa ein Zehntel aller Promovierenden.
Auf den Plätzen drei und vier folgten die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit 9.625 sowie die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen mit 7.951 Doktorandinnen und Doktoranden.
(che)