WR Frühjahrssitzungen
Wissenschaftsrat empfiehlt vier neue Forschungsbauten +++ Leibniz FH erneut akkreditiert
Der Wissenschaftsrat (WR) empfiehlt nach seinen Frühjahrssitzungen vier Forschungsbauten mit einem Volumen von insgesamt rund 271 Millionen Euro zur Förderung. Die Vorhaben in Dresden, Jena und Oldenburg zeichnen sich laut WR durch große thematische Vielfalt aus: Geplant sind Forschungsbauten zu lebender Materie, mentaler Gesundheit, Tiernavigation und sozialem Zusammenhalt. Allen Projekten wird vom Wissenschaftsrat ein hohes wissenschaftliches Innovationspotenzial sowie eine besondere gesellschaftliche Relevanz bescheinigt. Die Leibniz FH wird für weitere fünf Jahre akkreditiert.
Aktualisiert: 29.04.2026
Vier von sieben Anträgen erhalten Bestnote
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Insgesamt wurden laut Wissenschaftsrat sieben Anträge eingereicht und anhand wissenschaftlicher Qualitätskriterien bewertet. Vier Vorhaben erhielten dabei die Bestnote „herausragend" und werden vom WR zur Förderung empfohlen. Die Empfehlungen legt der Wissenschaftsrat nun der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) vor, die über die Förderung der einzelnen Forschungsbauten entscheidet.
Die vier empfohlenen Vorhaben
Center for the Organization of Living Matter (COLM), TU Dresden
Am Center for the Organization of Living Matter der Technischen Universität Dresden sollen nach Angaben des Wissenschaftsrats die physikalischen Prinzipien der Organisation lebender Materie entschlüsselt werden.
Center for Systemic Regulation of Brain Circuits and Social Behavior (SysBrain), Universität Jena
Das SysBrain-Center der Universität Jena untersucht laut WR die Wechselwirkungen zwischen Hirnnetzwerken und dem Gesamtorganismus bei der Reaktion auf Umweltreize, um deren Auswirkungen auf die mentale Gesundheit besser zu verstehen.
NaviGate, Universität Oldenburg
Beim Vorhaben NaviGate der Universität Oldenburg sollen nach Angaben des Wissenschaftsrats in einem weltweit einzigartigen Virtual-Reality-Dome das Flugverhalten und die Sinnesreaktionen von Vögeln und Insekten untersucht werden.
Jobs an der Universität Oldenburg
Imaginamics Center, Universität Jena
Im Imaginamics Center der Universität Jena wollen Forschende laut WR kollektiven Vorstellungswelten und ihrer Bedeutung für den sozialen Zusammenhalt auf den Grund gehen.
Alle vier Vorhaben versprächen eine herausragende Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Deutschland und verfügten über ein erhebliches Zukunftspotenzial, heißt es in einer Pressemitteilung. Seine Empfehlungen legt der WR nun der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) vor, die über die Förderung der einzelnen Forschungsbauten entscheidet.
Leibniz FH erneut akkreditiert
Wie der Wissenschaftsrat ebenfalls mitteilte, wird die Leibniz Fachhochschule in Hannover (Leibniz FH) für weitere fünf Jahre akkreditiert. Die private Hochschule überzeuge durch ein praxisnahes Studienangebot mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Management und Informationstechnologie. Studierende der überwiegend dualen Studiengänge profitierten von der hervorragenden Vernetzung in der regionalen Wirtschaft, so der WR. Den Anforderungen an eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften/ Fachhochschule (HAW/FH) werde die Leibniz FH gut gerecht. Für eine weiterhin positive Entwicklung empfiehlt der WR eine strategische Neuausrichtung des Masterangebots und die weitere Stärkung der Forschung.
Die Leibniz FH wurde 2011 in Hannover gegründet und ist vom Land Niedersachsen unbefristet staatlich anerkannt. Ihr Studienangebot umfasst vier praxisintegrierende duale Bachelorstudiengänge und einen Vollzeit-Masterstudiengang im Präsenzformat. Im Wintersemester 2024/25 waren 630 Studierende eingeschrieben und hauptberufliche Professorinnen und Professoren mit einem Stellenumfang von rund 12 Vollzeitäquivalenten an der Leibniz FH beschäftigt.
(klw)