Gender Studies
Forschungsministerium plant neuen wissenschaftlichen Bundespreis zur Geschlechterforschung
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat die Ausschreibung eines neuen wissenschaftlichen Bundespreises für Geschlechterforschung angekündigt. Der Preis soll erstmals 2026 ausgerufen werden.
Aktualisiert: 09.03.2026
Neuer Preis soll noch 2026 ausgerufen werden
© academics Grafik
Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März hat Bundesforschungsministerin Dorothee Bär im Austausch mit Forscherinnen im Max Delbrück Center für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft am Standort Berlin-Mitte angekündigt, dass das Bundesministerium für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR) aktuell an der Konzeption eines wissenschaftlichen Bundespreises für Geschlechterforschung arbeitet. Das teilte das BMFTR in einer Pressemitteilung mit.
Darin heißt es weiter: „Geplant ist die Auszeichnung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für herausragende Leistungen im Forschungsfeld Geschlechterforschung. Der Preis soll wissenschaftliche Exzellenz und gesellschaftliche Wirkung vereinen und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Verständnis, die Wertschätzung und die Bekanntheit des Forschungsfeldes in der Gesellschaft zu erhöhen.“ Der Preis basiere auf Empfehlungen des Wissenschaftsrats und solle noch in diesem Jahr (2026) erstmals ausgerufen werden.
Weitere BMFTR-Programme: Professorinnenprogramm
Das Professorinnenprogramm von Bund und Ländern ist das zentrale Programm zur Förderung von Gleichstellung an den Hochschulen. Ziel des Förderprogramms ist es, die Anzahl der Professorinnen in Richtung Parität zu erhöhen, Wissenschaftlerinnen in der frühen Karrierephase auf dem Weg zur Lebenszeitprofessur zu fördern und in der Wissenschaft zu halten sowie die Gleichstellung von Frauen und Männern an den Hochschulen strukturell stärker zu verankern. Damit wird der notwendige Struktur- und Kulturwandel hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit an den Hochschulen nachhaltig gestärkt. Der aktuelle Frauenanteil an den Professuren liegt bei etwa 30 Prozent.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär
Förderrichtlinie „Innovative Frauen im Fokus“
Mit der Förderrichtlinie „Innovative Frauen im Fokus“ verfolgt das BMFTR das Ziel, wissenschaftliche Leistungen und innovative Ideen von Frauen in der Gesellschaft sichtbarer zu machen. Denn für einen spürbaren Wandel hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft sind weibliche Role Models, die Inspiration und Impulsgeberinnen für nachfolgende Generationen sein können, ein entscheidender Faktor. Unter anderem ist in diesem Rahmen die Ausstellung von Gesine Born: „Versäumte Bilder – Wissenschaftlerinnen und Pionierinnen sichtbar machen“ entstanden.
➥ Das könnte Sie auch interessieren: Gleichstellung von Frauen in der Wissenschaft – Zahlen und Fakten
(mas)