TV-L 2026/2027
Einigung im Tarifstreit: 5,8 Prozent mehr Gehalt für Beschäftigte der Länder
Bereits zum 1. April 2026 steigt das Gehalt von Tarifbeschäftigten der Länder um 2,8 Prozent (mindestens 100 Euro), danach folgen zwei weitere lineare Erhöhungen. Der Mindeststundenlohn für studentische Hilfskräfte steigt auf 15,20 Euro, und an den ostdeutschen Unikliniken wird die Arbeitszeit abgesenkt. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Januar 2028.
Aktualisiert: 18.02.2026
Absenkung der Arbeitszeit an ostdeutschen Unikliniken
© academics Grafik
Die Gewerkschaften haben sich am 14. Februar 2026 mit den Arbeitgebern auf einen Tarifabschluss für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder geeinigt. Die Vereinbarung umfasst eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten in drei Erhöhungsschritten. Beide Verhandlungspartner zeigten sich nach den schwierigen Verhandlungen im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Kompromiss.
Kernpunkte der Tarifeinigung:
- Einkommenserhöhung 5,8 Prozent (zum 1.4.26 um 2,8 Prozent, mindestens 100 Euro, zum 1.3.27 um 2,0 Prozent und zum 1.1.28 um 1 Prozent), Laufzeit 27 Monate
- Erhöhung der Schichtzulage um 100 Euro
- Erhöhung der Wechselschichtzulage um 200 Euro (Pflegepersonal in Krankenhäusern: 250 Euro)
- Anpassung Kündigungsschutzregelungen Ost an West
- Ausbildungspaket: u.a. Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 150 Euro
- Erhöhung der „Hamburg-Zulage“ für 10.000 Beschäftigte bürgernaher Dienstleistungen in der Hansestadt um bis zu 115 Euro.
➥ Gehalt im öffentlichen Dienst? Überblick: TVöD, TV-L, TV-H
Mindeststundenlohn für studentische Beschäftigte steigt
Für die rund 300.000 studentischen Beschäftigten an Hochschulen und Universitäten werden die Mindeststundenentgelte erhöht: auf 15,20 Euro ab dem Sommersemester 2026, ein Jahr später dann auf 15,90 Euro. Einen Tarifvertrag für die studentischen Beschäftigten lehnten die Ländervertreter allerdings ab.
Zudem werden die Arbeitsbedingungen im Osten den West-Regelungen angeglichen: Dies gilt für die Verbesserung des Kündigungsschutzes sowie für die Absenkung der Arbeitszeit an den drei ostdeutschen Unikliniken in Rostock, Greifswald und Jena. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Januar 2028.
➥ Studentische und wissenschaftliche Hilfskraft: Aufgaben, Arbeitszeit und Gehalt
dbb fordert Übertragung auf Beamt:innen
Der Abschluss gilt unmittelbar für 925.000 Tarifbeschäftigte aller Bundesländer außer Hessen, wo am 27. Februar 2026 eigene Tarifverhandlungen beginnen. Indirekt betrifft er zudem laut dbb etwa eine Million Versorgungsempfänger:innen und auch ca. 1,4 Beamt:innen der Länder. Für den dbb ist die Einkommensrunde mit dem Tarifabschluss deshalb nicht beendet. „Wir fordern die zeitgleiche und systemgerechte Übertragung der Ergebnisse auf die Beamtinnen und Beamten der Länder und Kommunen. Jedem Versuch, bei der Besoldung und Versorgung inhaltlich Abstriche zu machen oder die Umsetzung zu verzögern, werden wir uns massiv widersetzen“, machte dbb-Chef Volker Geyer deutlich.
➥ Beamtenbesoldung: Gehalt nach Besoldungsgruppen
Quellen: Tarifvereinigung der Länder (TdL), ver.di, dbb beamtenbund und union
(mas)
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