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Ressourcenplanung
Kapazitäten richtig planen: Tipps für gutes Ressourcenmanagement

Eine Gruppe Führungskräfte bespricht die Ressourcen eines Projekts

Was ist bei der Kapazitätsplanung zu beachten? © gorodenkoff / iStock.com

Ein gutes Ressourcenmanagement ist für die Projektplanung von entscheidender Bedeutung. Worauf es dabei ankommt und welche Tools helfen, erfahren Sie hier.

Aktualisiert: 17.05.2024

Von:
Florian Heil
Wissenschaftssystem Führung und Management Job und Gesundheit

Artikelinhalt

Ressourcenmanagement: Überblick  Roadmap erstellen: Darauf kommt es an Personelle Ressourcen richtig einsetzen Ressourcenplanung: Methoden und Tools Zeitmanagement: Tipps für die eigene Ressourcenplanung

Ressourcenmanagement: Überblick 

Ein gutes Ressourcenmanagement trägt dazu bei, dass ein Projekt in der vorgegebenen Zeitspanne abgeschlossen ist und die Ressourcen dabei effizient und ökonomisch eingesetzt werden. Diese Kapazitätsplanung ist heutzutage wichtiger denn je, da fehlende Ressourcen und die damit verbundenen unrealistischen Plantermine den Alltag vieler Unternehmen und anderer Institutionen prägen.

Eine Ressource kann dabei vieles sein: von finanziellen Mitteln über betriebliche Ausstattung bis hin zu technischen Tools und Personalkapazitäten – einfach alles, was zur Durchführung eines Projekts benötigt wird. 

Projekte werden in der Praxis vor Beginn häufig nicht mit der letzten Konsequenz durchgeplant. So gibt es in vielen Fällen zwar eine zeitliche Projektplanung, der erforderliche Abgleich mit verfügbaren Ressourcen fällt jedoch oft unter den Tisch. 

Ein Versäumnis: Denn ohne diese Leitplanken ist nicht bekannt, wie viele Projekte die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bewältigen können. Auch kann schlecht abgeschätzt werden, wie sich der Workload in bestimmten Phasen des jeweiligen Projektes entwickelt. In Summe führt das zu nicht kontrollierbaren, die Entwicklung lähmenden Kapazitätsspitzen. Die Fokussierung einzelner Mitarbeitender auf ihre Aufgabe leidet ebenfalls darunter, wenn sie auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen müssen.

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Roadmap erstellen: Darauf kommt es an

Um die benötigten Ressourcen abschätzen zu können, ist es hilfreich, eine Roadmap zu erstellen, die alle Abteilungen einer Organisation einbezieht. Bei einer Roadmap handelt es sich um eine grafische Übersicht über ein Projekt, die Ziele, Meilensteine und Ergebnisse abbildet – also eine grobe Orientierungshilfe über den gesamten Fahrplan eines Projekts. Dadurch können Aufgaben klar priorisiert und Ressourcen über die verschiedenen Abteilungen und Geschäftsbereiche hinweg zugeteilt werden.

Eine Roadmap ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Weder muss sie in einer starren Struktur angelegt werden noch ist sie unveränderbar. Sie sollte immer auf das jeweilige Projekt so angepasst werden, dass es dieses bestmöglich abbildet. Es gibt aber ein paar Dinge, die sich in nahezu jeder Roadmap wiederfinden. Dazu gehören

  • eine Projektzeitleiste, die Anfang und – sofern zeitlich begrenzt – Ende des Projektes festlegt
  • zu erreichende Ziele, Zwischenziele und Meilensteine inklusive Priorisierung
  • Zuteilung der verfügbaren Ressourcen für die verschiedenen Aufgaben.

Nun kommt es immer wieder vor, dass die Vorgaben der Roadmap aus verschiedensten Gründen nicht eingehalten werden können, sei es aufgrund einer Krankheitswelle oder wegen Lieferschwierigkeiten zwingend benötigter Produkte. 

Insofern sollte eine Roadmap agil angelegt sein, Puffer haben und auf notwendige Verschiebungen reagieren können. Gerade für Anforderungen, die in weiterer Zukunft liegen, sollte gelten, dass es sich hier eher um Ideen und Überlegungen handelt, die immer wieder hinterfragt und gegebenenfalls komplett geändert werden, wenn neue Voraussetzungen vorliegen.

Personelle Ressourcen richtig einsetzen

Für eine gute Kalkulation der Ressourcen sind Mitarbeitende und ihre Arbeitszeiten ganz entscheidend. Vom verfügbaren Personal hängt maßgeblich ab, wie schnell ein Projekt fortschreiten kann und ob die vertraglichen Verpflichtungen erfüllbar sind, die im Rahmen von Projekten gegenüber Kunden festgelegt wurden. Zudem sind personelle Ressourcen kostenintensiv, sodass in diesem Bereich auch aus wirtschaftlichen Gründen eine möglichst effiziente Planung ganz wesentlich ist.

Zunächst muss der Kapazitätsbedarf erfasst werden: Wie viele Mitarbeitende können für das Projekt in Beschlag genommen werden? In welchen Zeiträumen können sie arbeiten? Welche Urlaubs-, Krankheits- und sonstige Fehlzeiten sind zu berücksichtigen? Müssen Aufgaben an externe Kräfte outgesourct werden?

Anschließend müssen die verfügbaren Personen in Teams eingeteilt werden, inklusive fester Aufgaben und Rollenzuweisungen. Schließlich wird aus den zur Verfügung stehenden Informationen ein sogenannter Belegungsplan erstellt, aus dem auf den ersten Blick hervorgeht, welche personelle Ressource zu welchem Zeitpunkt welcher Aufgabe zugeordnet ist.

Idealerweise sollten bei der Kapazitätsplanung der Mitarbeiterinnen auch die Kosten des Personals erfasst und bewertet werden. Erfordert ein Projekt viele Mitarbeiter aus dem oberen Gehaltssegment oder lassen sich viele Aufgaben von Hilfskräften oder Studierenden erledigen? Das ist wichtig, um Make-or-Buy-Entscheidungen seriös treffen zu können.

Ressourcenplanung: Methoden und Tools

Moderne Ressourcenplanung im Projektmanagement ist selbstverständlich digital. Softwaretools bieten in Echtzeit einen transparenten Überblick über die Verfügbarkeit aller Ressourcen. Alle Projektverantwortlichen können über die Applikation Informationen wie den Bedarf oder eine Prognose visualisiert abrufen und die Kapazitätsplanung agil aktualisieren. 

Zudem helfen Tools auch bei der Analyse im Nachgang, ob die Ressourcenplanung als erfolgreich bewertet werden kann oder nicht. Und nicht zuletzt kann eine solche Applikation dabei behilflich sein, anhand relevanter Key Performance Indicators (KPI) Kostentreiber in Projekten zu entdecken und einzelne Segmente zu optimieren. 

Empfehlenswerte Tools zur Ressourcenplanung

Diverse Tools können helfen, um die Ressourcenplanung zu vereinfachen. In vielen Fällen ist dafür keine Spezialsoftware notwendig. Excel-Lösungen oder andere Tabellenkalkulationsprogramme reichen für Standardprojekte meist aus. 

Für größere, umfangreichere Projekte, an denen viele Personen beteiligt sind, können speziellere Tools zur Ressourcenplanung jedoch eine große Hilfe sein. Denn bei einer Vielzahl von Teams und Projekten dauert die Ressourcenplanung über Excel aufgrund der manuellen Pflege der Daten lange, sie ist fehleranfällig und kann schnell unübersichtlich werden.

Empfehlenswerte und etablierte Tools sind beispielsweise Microsoft Projekt, Jira, Meisterplan oder ResourceGuru. Sie unterscheiden sich im Detail in ihrem Funktionsumfang und den Preisen, bieten jedoch einige signifikanten Vorteile im Vergleich zu Excel-Lösungen:

  • Sie können Fehlplanungen erkennen und bieten Lösungsvorschläge, wie freie Kapazitäten besser eingesetzt werden. 
  • Die Mitarbeiter:innen haben klar definierte Rollen und Aufgaben innerhalb der einzelnen Projekte und werden nicht unter- oder überplant.
  • Die Bedienung ist intuitiv und nutzeroptimiert, sodass das Ressourcenmanagement an sich deutlich schneller geht.

Zeitmanagement: Tipps für die eigene Ressourcenplanung

So wie für große Projekte eine durchdachte Kapazitätsplanung hilfreich ist, können die Mitarbeitenden durch ein strukturiertes Zeitmanagement und durch sinnvolle Priorisierung der Aufgaben die Anforderungen besser erfüllen. Für die Selbstorganisation und das persönliche Zeitmanagement gibt es diverse Methoden, die effizienteres Arbeiten ermöglichen.

Dazu gehört beispielsweise das Pareto-Prinzip, auch 80/20-Regel genannt. Danach können 80 Prozent der Aufgaben mit 20 Prozent der zur Verfügung stehenden Zeit erledigt werden. Für die übrigen 20 Prozent der Aufgaben fällt dann der Rest der Arbeitszeit an. Es ist also ratsam, die Aufgaben zu identifizieren, die mit wenig Aufwand viel Ergebnis bringen, um effektiv zu arbeiten. 

Ein anderes Prinzip ist die Pomodoro-Technik. Gemäß diesem Ansatz arbeiten Mitarbeiter:innen dann am effizientesten, wenn sie regelmäßige Pausen einlegen. Empfohlen wird alle 25 Minuten eine fünfminütige Unterbrechung und alle zwei Stunden eine halbstündige Pause.  

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Aktuelle Veranstaltungen

  • Online Seminar
    Ausgebucht

    Alternative Career Paths in Academia and Beyond

    Datum October 20, 2026
    Zeit 4.30 p.m.
    Ort online
    Redner Dr. Michaela Hergersberg (Karrierecoach München)

    It doesn’t always have to be a professorship: After completing your doctorate, many career paths connected to academia are open to you. These include roles in research management, patents or alumni relations, technology transfer, communications, and consulting. In our free online seminar, you will gain an overview of the available options, the qualifications required, and how to plan your next career move.

    This online seminar will be held in English.

    Mehr erfahren Weniger anzeigen
  • academics Event

    Podiumsdiskussion & Austausch: Karrierewege in und aus der Wissenschaft (Berlin Science Week)

    Datum Fr, 6.11.2026
    Zeit 14-16 Uhr
    Ort Haus der Kulturen der Welt (HKW), John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 Berlin
    Redner Dr. Hanna Proner (DIE ZEIT)
    Redner Dr. Nicole Saverschek
    Redner Dr. Nina Fechler
    Redner Dagny Lüdemann
    Redner Dr. Nele Diekmann

    In diesem zweistündigen Bühnenslot geben vier Expertinnen und Rolemodels persönliche Einblicke in ihre beruflichen Wege und berichten von Chancen, Entscheidungen und Erfahrungen an unterschiedlichen Schnittstellen zur Wissenschaft. Ob der Weg tiefer in die Forschung führt, um einem Forschungsprojekt zum durchschlagenden Erfolg zu verhelfen oder in die Gründung eines Start-Ups oder vielleicht ins Wissenschaftsmanagement oder auch in die Wissenschaftskommunikation – diese Ideen, Motivationen und vielleicht auch ganz neue Perspektiven diskutieren wir auf der Bühne, aber danach auch mit allen Teilnehmer:innen an Thementischen im persönlichen Gespräch – mit viel Zeit zum Fragen stellen und Erfahrungen teilen.

    Die Veranstaltung richtet sich an junge Wissenschaftler:innen und alle, die sich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen. Sie bietet Orientierung, Inspiration und ganz konkrete Einblicke in mögliche Karriereschritte in und aus der Wissenschaft.

    Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung (3-Tages-Pass für die Berlin Science Week) ist erforderlich – Link hinter dem Button „Mehr erfahren“!

    Role Models und Speakerinnen:

    • Dr. Nicole Saverscheck, promovierte Biologin, Leitung des Begabtenförderungswerk der Stiftung der Deutschen Wirtschaft
    • Dr. Nina Fechler, promovierte Chemikerin, Global Director Strategic Marketing & Business Development bei Evonik
    • Dagny Lüdemann, Biologin, Chefreporterin im Ressort Wissen für DIE ZEIT
    • Dr. Nele Diekmann, promovierte Geisteswissenschaftlerin, selbständig

    Moderation: Dr. Hanna Proner, Geschäftsführerin von academics und Director Science / ZEIT Talent bei DIE ZEIT

    Termin: Freitag, 6. November 2026, 14 bis 16 Uhr
    Veranstaltungsort: Haus der Kulturen der Welt (HKW), John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 Berlin

    Mehr erfahren Weniger anzeigen
    Mehr Informationen
  • Online Seminar

    Perspektive HAW-Professorin – Online-Seminar für Frauen und weiblich gelesene Personen

    Datum Mi, 18.11.2026
    Zeit 09:15 bis 11:15
    Redner Prof. Dr. Lydia Göse (TH Wildau)
    Redner Marianne Löhndorf (TH Lübeck)

    Wie gelingt der Weg zur HAW-Professur? Und welche Fragen stellen sich dabei ganz besonders für Frauen?

    Gemeinsam mit dem Fellowship-Programm „Zia – Visible Women in Science“ wollen wir diese und weitere Fragen in einem kostenfreien, interaktiven Online-Seminar rund um den Karriereweg HAW-Professur beantworten.

    Neben Einblicken in Voraussetzungen, Berufungsverfahren und den Berufsalltag geht es vor allem um Themen, die Frauen auf ihrem Karriereweg bewegen: Wie lässt sich eine Professur mit Familie und Privatleben vereinbaren? Welche Hürden können auf dem Weg entstehen? Und was hilft dabei, den nächsten Karriereschritt selbstbewusst zu gehen?

    Infos und Tipps aus erster Hand kommen dabei von Prof. Dr. Lydia Göse (TH Wildau), mit der wir über ihren persönlichen Weg zur Professur sprechen, und Marianne Löhndorf (TH Lübeck), die Einblicke in Berufungsverfahren und Karrierewege gibt.

    Besonders wichtig: Dieses Webinar lebt vom Austausch. In einem eigenen Networking-Block haben die Teilnehmerinnen Raum, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen, Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Teilnehmerinnenzahl ist deshalb auf 250 limitiert.

    Das Online-Seminar findet in Kooperation mit der Kampagne „Karriere mit Wirkung“ und dem Fellowship-Programm „Zia – Visible Women in Science and Humanities“ der ZEIT statt.

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