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Industriepromotion
Promotion im Unternehmen: Die Industriepromotion

In der Wirtschaft Berufspraxis sammeln und gleichzeitig promovieren: Die Industriepromotion macht es möglich. Das Thema wird meist vom Unternehmen vorgegeben, die Arbeit entsprechend vergütet. Alles über die Vor- und Nachteile erfahren Sie hier.

Aktualisiert: 24.11.2025

Von:
Florian Heil
Promotion

Artikelinhalt

Was ist eine Industriepromotion? Wo promovieren? Voraussetzungen Fachbereiche Vorteile Nachteile Gehalt

Was ist eine Industriepromotion?

Bei der Industriepromotion handelt es sich um eine Kooperation zwischen einer promotionsberechtigten Hochschule und einem Industrieunternehmen. Dabei werden wissenschaftliche Fragestellungen der Hochschule und Forschungsinteressen des Unternehmens miteinander verbunden. Der Doktorand oder die Doktorandin wird beim Unternehmen angestellt und erforscht dabei in der Regel ein von diesem vorgegebenen Thema. In manchen Fällen geht die Themenfindung laut dem VDI-Verein Deutscher Ingenieure e. V. auch von der Universität aus, vor allem wenn Professor:innen gute Verbindungen in die Industrie haben. Das Promotionsrecht obliegt dabei ausschließlich den berechtigten Hochschulen. Diese beurteilen auch die fachliche und persönliche Eignung der Promotionskandidat:innen.

Industriepromotion wenig verbreitet

Das Modell der Industriepromotion ist allerdings eine Randerscheinung: Laut Angaben des Statistischen Bundesamts promovierten 2024 nur 1,4 Prozent der insgesamt rund 212.000 Doktorand:innen in Kooperation mit der Wirtschaft oder aeiner sonstigen Einrichtung.

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Welche Hochschulen und Unternehmen bieten eine Industriepromotion an?

In der Regel sehen die Promotionsordnungen der Universitäten die Möglichkeit einer Industriepromotion vor. Schwieriger wird es für Absolvent:innen von Fachhochschulen (FH) bzw. HAW, da diese häufig nicht über ein eigenes Promotionsrecht verfügen. Masterabsolvent:innen von FHs/HAWs müssten sich dann auf Kooperationsvereinbarungen berufen. 

➥ Mehr lesen: Promovieren an einer HAW/FH

Zu den beliebtesten Unternehmen, die Industriepromotionen anbieten, gehören Großkonzerne etwa aus den Bereichen Maschinenbau, Medizintechnik, IT, Chemie oder Umwelttechnik – zum Beispiel BASF, Bosch, Siemens oder BMW. Diese bieten spezielle, strukturierte Promotionsprogramme an. Aber auch Mittelstandsunternehmen können eine attraktive Alternative sein, die Zusammenarbeit ist hier häufig besonders praxisnah und eng. Nicht immer werden solche Stellen ausgeschrieben, es kann lohnenswert sein, einfach eine Initiativbewerbung zu schicken.

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Voraussetzungen für eine Industriepromotion

In der Praxis ist eine Industriepromotion jedoch immer an Voraussetzungen gebunden, die hochschulunabhängig gelten: Die Durchführung hängt insbesondere davon ab, ob der Absolvent oder die Absolventin einen Doktorvater oder eine Doktormutter findet, den oder die das Thema interessiert und es als ausreichend wissenschaftlich relevant erachtet, um darüber zu promovieren. Dies kann sich nach Einschätzung des VDI als durchaus schwierig darstellen. Bestenfalls haben die Firmen bereits Kooperationen mit Universitäten geschlossen, sodass sich der organisatorische Aufwand einer Industriepromotion insgesamt in Grenzen hält.

Einige Hochschulen werben allerdings sogar um Doktorand:innen für eine Industriepromotion und sehen sich für dieses Vorhaben als Partner besonders gut aufgestellt. Denn es ergeben sich dadurch vielfältige Vorteile für die Institutionen: So erhalten sie Zugang zu wissenschaftlichen Fragestellungen in den Unternehmen und zu dort vorhandenen Forschungsinfrastrukturen, wie beispielsweise zu hochspezialisierten Laboren. Ein Beispiel ist die Graduiertenschule GSaME der Universität Stuttgart, die die berufliche Prägung durch das zugrunde gelegte duale Qualifizierungsprinzip hervorhebt.

Für welche Fachbereiche ist eine Industriepromotion besonders relevant?

Prinzipiell ist eine Industriepromotion für alle Fachbereiche machbar, sofern sie in den Promotionsordnungen der Hochschulen nicht explizit ausgeschlossen wird. Besondere Relevanz hat diese Promotionsform für Fächer, die typischerweise für eine Industriekarriere qualifizieren sowie generell für Bereiche mit technischen oder kaufmännischen Themenstellungen. Dazu gehören

  • der Maschinen- und Anlagenbau,
  • die Elektrotechnik,
  • die Prozesstechnik,
  • die Medizintechnik,
  • die Informatik,
  • die Physik,
  • die Chemietechnik oder auch
  • die Wirtschaftswissenschaften.


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Die Vorteile einer Industriepromotion

Die Industriepromotion hat für Promovierende gegenüber anderen Promotionsmodellen mehrere Vorteile:

  • Gegenstand der Forschung ist in der Regel ein aktuelles Thema mit hoher praktischer Relevanz. Die Ergebnisse werden oft direkt umgesetzt.
  • Die Doktorand:innen haben durch die Kooperation bereits einen Fuß im Unternehmen und können sich so für eine Anschlussbeschäftigung empfehlen.
  • Sie werden fachlich gezielt unterstützt und in der Regel auch persönlich gut betreut.
  • Sie sind durch einen befristeten Arbeitsvertrag finanziell abgesichert.


Die Nachteile einer Industriepromotion

Den Vorteilen stehen aber auch einige Nachteile dieses Promotionsmodells gegenüber:

  • Im Vorfeld der Promotion ist oft ein erheblicher Abstimmungsaufwand zwischen Industriepartner und dem Doktorvater oder der Doktormutter beziehungsweise der Hochschule notwendig. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Zeit der Niederschrift. Hier entstehen potenziell die größten Spannungen zwischen den Beteiligten in der Erwartungshaltung. Eine klare Betreuungsvereinbarung im Vorfeld hilft, Unklarheiten zu vermeiden. 
  • Die Wissenschaftlichkeit einer Arbeit kann umstritten sein, da die Forschung die Problemlösung in den Mittelpunkt stellt und nicht den wissenschaftlichen Mehrwert. Zudem kann der Verdacht aufkommen, dass die Note aufgrund von Abhängigkeiten nicht der tatsächlichen Leistung entspricht. 
  • Promovierende werden in manchen Fällen nicht ausreichend in die Wissenschaftsgemeinde eingebunden und sehen sich von der Scientific Community mit Vorwürfen konfrontiert, dass nicht wissenschaftlich genug gearbeitet wurde.
  • Aufgrund von Geheimhaltungsklauseln kann das Veröffentlichen von Forschungsergebnissen erschwert werden. Auch der wissenschaftliche Wert einer Veröffentlichung kann dadurch vermindert sein.
  • Doktorväter und -mütter können dazu neigen, an Industriedoktorand:innen schlechtere Noten zu vergeben, da oft unterstellt wird, dass diese nach der Promotion keine wissenschaftliche Hochschulkarriere anstreben.
  • Die Promotion zieht sich in die Länge oder wird nicht beendet. Gründe hierfür können unklare Vereinbarungen zur Betreuung sein oder dass die Promovierenden aus betrieblichen Zwängen heraus in ein anderes Projekt eingebunden werden.

Wie hoch ist das Gehalt bei einer Industriepromotion?

Die Bezahlung während der Promotion ist eine individuelle Angelegenheit und stark abhängig vom jeweiligen Unternehmen. Ein in der Praxis mögliches Modell ist laut VDI die Bezahlung eines halben Masterabsolventengehalts, wenn der Doktorand oder die Doktandin die Hälfte der Vertragszeit im Unternehmen forscht und die andere Hälfte zum Verfassen der Doktorarbeit nutzt. Bei BMW erhalten Doktorand:innen im Programm ProMotion beispielsweise einen Vertrag über drei Jahre, der ein monatliches Stipendium von 2.712 Euro brutto beinhaltet.

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