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Nach der Promotion überqualifiziert

Nach der Promotion überqualifiziert© photolars - Fotolia.com

Nach einem abgeschlossenenen Studium der Diplom Erziehungs-Wissenschaft, werde ich nun die Möglichkeit der Promotion, im Rahmen einer Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiter an der Hochschule, wahrnehmen. Allerdings würde ich ebenfalls gerne im Bereich der beruflichen oder betrieblichen Weiterbildung arbeiten. Nun habe ich jedoch die Befürchtung, dass ich nach der Promotion für diese Bereiche überqualifiziert sein könnte und sich daher der spätere Berufseinstieg schwierig gestalten wird, hinzu kommt, dass ich außerhalb der Hochschule keine weiteren Erfahrungen in der Wirtschaft sammeln kann.

Werden die 2 Praxissemester in der Wirtschaft plus ein halbes Jahr als Diplomandin in einem weiteren Unternehmen, also insgesamt 1,5 Jahre Tätigkeit in der Wirtschaft, als ausreichende Berufserfahrungen anerkannt? Oder erweist sich in meinem Fall eine Promotion als Nachteil für eine weitere berufliche Laufbahn, wenn nicht eine anschließende wissenschaftliche Karriere angestrebt wird?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Ob sich eine Promotion in Ihrem Fach mit Ihren Perspektiven als Nachteil für eine weitere berufliche Laufbahn erweist, können wir nicht seriös beantworten, da wir die wissenschaftliche Karriere im Blick haben. Man wird in unseren Augen allerdings nicht rein formell betrachten können, ob eine Promotion einen Nachteil oder Vorteil darstellt. Man wird also jedenfalls nicht sagen können, ob ein halbes Jahr als Diplomandin bzw. die Wahrnehmung von zwei Praxissemestern tatsächlich als adäquate Tätigkeit in der Wirtschaft anerkannt wird. Dies sehen wir jedenfalls eher als kritisch an, da die eigentliche Tätigkeit in der Privatwirtschaft hierdurch wohl nicht ersetzt wird. Das heißt allerdings nicht, dass sich die Promotion unbedingt als Nachteil erweisen muss. Hier kommt es sicher auf die individuelle Bewertung durch den zukünftigen Arbeitgeber an.
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