Live Event für Fach- und Führungskräfte
Ticket sichern!
academics - Logo
Jobs Arbeitgeber Ratgeber Services
Gemerkte Jobs
Für Arbeitgeber
Jobs Arbeitgeber Ratgeber Services Gemerkte Jobs

Für Arbeitgeber

Finden Sie qualifizierte Mitarbeiter:innen

Wechsel Wissenschaft Wirtschaft
Wissenschaft oder Wirtschaft: Wann lohnt der Wechsel in die Industrie?

Loewenzahn Symbolbild Wechsel Wissenschaft Wirtschaft

Spätestens am Ende der Promotion stellt sich die Frage: bleibe ich in der Wissenschaft oder wechsle ich in die Wirtschaft? © BrianAJackson / istockphoto.com

Akademische Karriere oder doch lieber ein Wechsel in die Wirtschaft? Vor dieser Frage stehen viele junge Forschende nach ihrer Promotion. Ein Überblick über Vor- und Nachteile.

Aktualisiert: 11.01.2022

Von:
Birk Grüling
Karriereplanung Akademische Laufbahn Gehalt

Artikelinhalt

Wissenschaft oder Wirtschaft: Wie unterscheiden sich die Karrierewege? Arbeiten in der freien Wirtschaft: Vor- und Nachteile  Fazit: Eine Promotion schadet nie

Wissenschaft oder Wirtschaft: Wie unterscheiden sich die Karrierewege?

Bleibe ich in der Forschung oder strebe ich eine Karriere in der freien Wirtschaft an? Vor dieser wichtigen Grundsatzentscheidung stehen Studierende am Ende ihres Masterstudiums oder nach Abschluss der Promotion. In den meisten Fällen ist es eine sehr individuelle Entscheidung, geprägt von persönlichen Vorlieben und den eigenen Plänen für die Zukunft. Sicher ist nur eins: Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile. 

Zunächst steht die Entscheidung an: promovieren – ja oder nein? In einigen Fachbereichen stellt sich diese Frage kaum, hier ist der Doktortitel quasi verpflichtend, zum Beispiel in der Medizin oder in den klassischen Naturwissenschaften wie Chemie, Biologie oder Physik. In diesen Fächern gehört die Promotion nach dem Studium noch immer zum guten Ton – egal, ob man danach in einer großen Forschungseinrichtung arbeiten will, die Professur an einer Hochschule anstrebt oder doch eine Führungsposition in der industriellen Forschung reizvoll findet. Die erfolgreiche Doktorarbeitverbessert in fast jedem Falle die Karrierechancen deutlich: Sie ist der Nachweis für die intensive Beschäftigung mit einem Thema und zeigt wichtige Schlüsselkompetenzen wie Methodensicherheit, Projekterfahrung oder Organisationstalent. 

In der freien Wirtschaft warten auf promovierte Naturwissenschaftler und Naturwissenschaftlerinnen attraktive Perspektiven. Chemikerinnen sind beispielsweise in der pharmazeutischen Forschung gefragt, Physiker mit Erfahrungen im Umgang mit großen Datenmengen können als Data Scientist arbeiten. Biologinnen verschlägt es vielleicht in den Naturschutz oder die kosmetische Forschung. 

Während die Jobchancen für promovierte Absolventen und Absolventinnen in den MINT-Fächern hervorragend sind, sind gut dotierte Postdoc-Stellen in der Wissenschaft schwieriger zu bekommen – der nächste Schritt in der wissenschaftlichen Karriere hin zur Professur. Neben herausragenden Noten und relevanten, in renommierten Fachverlagen publizierten Forschungsergebnissen braucht es viel Flexibilität, Herzblut und Leiden(sbereit)schaft, um eine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem renommierten Forschungsinstitut im In- und Ausland zu ergattern. 

Selbstverständlich gibt es auch genug Fachbereiche, in denen auch ohne Promotion sehr gute Jobaussichten bestehen. Auch das beeinflusst die Entscheidung für oder gegen die Forschung. Ein gutes Beispiel dafür ist die Informatik. Heute haben auch junge Informatikerinnen und Informatiker mit Bachelorabschluss oder Quereinsteigende hervorragende Berufsaussichten. Eine Promotion strebt nur an, wer sich wirklich für die Forschung interessiert. Ähnlich sieht es auch in den Ingenieurwissenschaften aus. Ein Doktortitel wird in der Industrie höchstens noch bei Führungspositionen in Entwicklungsabteilungen ernsthaft vorausgesetzt. Berufserfahrungen und Fachwissen sind hier oft wichtiger als akademische Titel. Natürlich ist eine Promotion in der Regel aber kein Nachteil.

Aktuelle Stellenangebote aus Wissenschaft, Forschung, Öffentliches & Gesellschaft

Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH Berlin - Logo
Top Job
Chordirektor*in / Managing Director (m/w/d)

Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH Berlin

Berlin
Vollzeit
Unbefristet
07.05.2026
Hochschulen Fresenius gemeinnützige Trägergesellschaft mbH - Logo
Top Job
Professor Physician Assistance (m/w/d)

Hochschulen Fresenius gemeinnützige Trägergesellschaft mbH

Köln
Teilzeit
Unbefristet
13.05.2026
Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft - Logo
Top Job
IT-Fachreferent*in Revision – Strategische Weiterentwicklung der Revision – Digitalisierung & IT

Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft

München
Vollzeit
Unbefristet
11.05.2026
Zu allen Stellenangeboten

Aktuelle Stellenangebote aus Wissenschaft, Forschung, Öffentliches & Gesellschaft

Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH Berlin - Logo
Top Job
Chordirektor*in / Managing Director (m/w/d)

Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH Berlin

Berlin
Vollzeit
Unbefristet
07.05.2026
Hochschulen Fresenius gemeinnützige Trägergesellschaft mbH - Logo
Top Job
Professor Physician Assistance (m/w/d)

Hochschulen Fresenius gemeinnützige Trägergesellschaft mbH

Köln
Teilzeit
Unbefristet
13.05.2026
Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft - Logo
Top Job
IT-Fachreferent*in Revision – Strategische Weiterentwicklung der Revision – Digitalisierung & IT

Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft

München
Vollzeit
Unbefristet
11.05.2026
Zu allen Stellenangeboten

Arbeiten in der freien Wirtschaft: Vor- und Nachteile 

Neben berufsspezifischen Gründen für und gegen das Arbeiten in der freien Wirtschaft oder Forschung gibt es auch branchenübergreifende Faktoren für die Entscheidung. Um es in aller Deutlichkeit zu sagen: Die akademische Laufbahn ist deutlich unsicherer. Die meisten Stellen für wissenschaftliche Mitarbeitende sind projektbezogen und somit auf maximal einige wenige Jahre befristet. Die Chance auf eine Professur haben nur etwa zehn Prozent derjenigen, die sich auf eine freie Stelle bewerben – und die sind schon die besten ihres Fachgebiets; attraktive Stellen im akademischen Mittelbau sind rar. Hier kann die freie Wirtschaft klar punkten.

Was spricht für eine Karriere in der freien Wirtschaft?

  • Gerade Absolventinnen und Absolventen von naturwissenschaftlichen und technischen Studienfächern sind in der Wirtschaft sehr gefragt. Entsprechend hoch sind die Einstiegsgehälter, entsprechend gut die Karriereaussichten.
  • Schon mit einem guten Bachelor-Abschluss und/oder entsprechender Berufserfahrungen können Ingenieure oder IT-Fachkräfte schnell Karriere machen.
  • Durch den Fachkräftemangel können sich gute Absolventen – zumindest in einigen Branchen, zum Beispiel den erneuerbaren Energien oder Data Science – inzwischen quasi das Wunschunternehmen aussuchen. 
  • Forschung ist auch innerhalb der Industrie und Wirtschaft möglich, allerdings stärker zweckgebunden. Das macht sie nicht weniger sinnvoll, wenn es zum Beispiel um die Entwicklung von Medikamenten oder neuer nachhaltiger Technologien geht.

Es gibt aber auch Faktoren, die gegen einen Wechsel in der Wirtschaft sprechen. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Entscheidung für die Grundlagenforschung, wie sie zum Beispiel an einem Max-Planck-Institut geleistet wird. Für die grundlegende Beschäftigung mit Elementen der Chemie oder den Gesetzen der Astrophysik gibt es in der freien Wirtschaft kaum Möglichkeiten. Ähnliches gilt natürlich auch für Forschende, die sich mit Dinosauriern oder mittelalterlichem Liedgut beschäftigen. Wollen sie sich weiterhin ihrem Herzensthema widmen, führt kein Weg an einer akademischen Laufbahn vorbei. Freiheit der Forschung und Leidenschaft für sein Thema sind deshalb auch die wichtigsten Argumente für eine akademische Laufbahn, allen Widrigkeiten zum Trotz.

Was spricht für eine Karriere in der Wissenschaft?

  • Die Freiheit innerhalb der Forschung ist größer. Man kann sich intensiv mit einem Forschungsthema beschäftigen, und zwar ohne Druck, ein rentables Produkt entwickeln zu müssen. 
  • Man kann sich mit Themen beschäftigen, die für die Wirtschaft keine Relevanz haben, zum Beispiel Mikrofossilien in der Arktis oder steinzeitliche Werkzeuge.
  • Die Arbeit in der Wissenschaft ist oft sehr international, durch den Austausch mit Forschenden aus aller Welt ist man in seinem Fachgebiet am Puls der Zeit und den Entwicklungen in Wirtschaft und Industrie oftmals ein oder zwei Schritte voraus.
  • Es besteht die Pflicht und damit Möglichkeit, in der Lehre Wissen an junge Studierende weiterzugeben.


Nichts mehr verpassen?

Legen Sie sich einen Account an, um von allen Vorteilen unter “Mein academics” zu profitieren!

Fazit: Eine Promotion schadet nie

Ein pauschaler Rat für oder gegen einen Wechsel in die Wirtschaft ist nicht möglich. Nur eins ist klar: Wer im Studium seine Leidenschaft für die Wissenschaft entdeckt, sollte sich auch mit einer Promotion beschäftigen. Die meisten Promotionsstellen an den Hochschulen und Forschungsinstituten sind auskömmlich bezahlt, Doktoranden genießen außerdem viele studentische Vorteile wie ein Semesterticket oder eine Mensacard. Auch für eine gewisse Zeit als Gastwissenschaftler ins Ausland zu gehen, kann nicht schaden – egal, welchen Weg man danach anstrebt. 

Langfristig sind die Perspektiven in die freien Wirtschaft oft besser. Professuren und unbefristete Stellen im akademischen Mittelbau sind immer noch selten. Nur Forschende, die herausragende Leistungen abliefern, wirklich für die Wissenschaft brennen und bereit sind, Opfer zu bringen, haben eine reelle Chance. Wer also Wert auf Sicherheit legt, findet in der Wirtschaft vermutlich eher sein Glück. 

Noch ein Tipp: Zu lange sollte man die Entscheidung für die eine oder die andere Seite aber nicht hinauszögern, sonst droht das Abstellgleis. Etwas böse ausgedrückt: Wer nach 15 Jahre intensiver Forschung an mittelhochdeutscher Literatur feststellt, dass er im Universitätsbetrieb nicht mehr weiterkommt, hat es auch schwer, in der Wirtschaft Fuß zu fassen. Es empfiehlt sich deshalb, auch mit dem Ziel einer akademischen Laufbahn rechtzeitig Kontakte in die Wirtschaft zu knüpfen – als Literaturwissenschaftler beispielsweise zu Verlagen – und gefragte Schlüsselkompetenzen zu erlangen: Programmierkenntnisse, Erfahrungen im Umgang mit Big Data und Künstlicher Intelligenz oder pädagogische Erfahrungen. Dann ist auch später noch ein Quereinstieg möglich. 

Aktuelle Veranstaltungen

  • Online Seminar

    AI-Supported Academic Writing: Tools, Responsibility, and Best Practices

    Datum 18.06.2026
    Zeit 16:00
    Redner Dimitra Lountzi-Derksen, TwentyOne Skills

    Artificial intelligence is increasingly influencing academic writing and research workflows. This seminar is aimed at researchers who already have experience with AI tools and want to use them more strategically and responsibly in academic contexts.

    Participants will explore how AI can support key stages of academic writing, including literature research, structuring arguments, and text revision. The seminar also addresses essential considerations such as copyright, data protection, and ethical AI use in research and publishing. Rather than focusing on individual tools, the session emphasizes general principles and best practices for integrating AI into established academic workflows while maintaining academic integrity.

    This seminar is a collaboration between academics and TwentyOne Skills, e-learning specialist for research and science. It will be held in english.

    Mehr erfahren Weniger anzeigen
    Mehr Informationen
  • Event

    ImpactLab 2026

    Datum 23.09.2026
    Zeit 09:00 – 17:00
    Ort memox | Frankfurt a.M.

    Impulse für kluge Köpfe
    Leadership, das wirkt, ist lernbar – beim ImpactLab 2026. Bei praxisnahen Workshops, inspirierenden Vorträgen und lebendigen Diskussionen mit Expert:innen und anderen Teilnehmenden erfahren Sie, wie verantwortungsvolle Führung in Wissenschaft und öffentlichem Dienst gelingt. Auch und gerade in herausfordernden Zeiten.

    Mehr erfahren Weniger anzeigen
    Zur Anmeldung
  • Zu allen Veranstaltungen
    Zu allen Veranstaltungen
    Artikel teilen
    Verwandte Themen
    Karriereplanung Akademische Laufbahn Gehalt
    Das könnte Sie auch interessieren
    Eine lächelnde, ältere Professorin im Treppenhaus einer privaten Hochschule

    Privathochschulprofessur: Eine interessante Option?

    Die Zahl der Professuren an Privathochschulen steigt. Über Voraussetzungen, Gehalt und Karriereperspektiven.

    Eine Wissenschaftlerin im Labor

    Das Gehalt von Wissenschaftlern

    Das Gehalt von Wissenschaftler:innen ist in Deutschland sehr transparent geregelt und erfolgt tariflich nach TV-L, TVöD oder bei Professor:innen nach der W-Besoldung. Ein Überblick.

    Ein junger Mann mit Doktorhut von hinten fotografiert

    Der Doktorgrad: Wer darf oder muss den Titel führen?

    Ab wann und unter welchen Voraussetzungen dürfen Promovierte sich „Doktor“ nennen – und gibt es eine Pflicht, den Titel zu führen?

    academics - Logo

    academics

    Über uns Karriere Kontakt Impressum Nutzungsbedingungen Veranstaltungshinweise & AGB Datenschutzerklärung

    Cookies

    Barrierefreiheit Künstliche Intelligenz Partner academics.com FAQ

    Jobs

    Jobs Professor Jobs Wissenschaftlicher Mitarbeiter Jobs Öffentlicher Dienst Jobs Postdoc Jobs Berlin Jobs Hamburg

    Ratgeber

    Ratgeber Gehalt Ratgeber Öffentlicher Dienst Ratgeber Bewerbung Ratgeber Professur Ratgeber Promotion Ratgeber Habilitation Öffentlicher Dienst Gehalt Professor Gehalt Wissenschaftlicher Mitarbeiter Gehalt News

    Für Arbeitgeber

    Stellenanzeige schalten Mediadaten AGB

    academics

    Über uns Karriere Kontakt Impressum Nutzungsbedingungen Veranstaltungshinweise & AGB Datenschutzerklärung

    Cookies

    Barrierefreiheit Künstliche Intelligenz Partner academics.com FAQ

    Jobs

    Jobs Professor Jobs Wissenschaftlicher Mitarbeiter Jobs Öffentlicher Dienst Jobs Postdoc Jobs Berlin Jobs Hamburg

    Ratgeber

    Ratgeber Gehalt Ratgeber Öffentlicher Dienst Ratgeber Bewerbung Ratgeber Professur Ratgeber Promotion Ratgeber Habilitation Öffentlicher Dienst Gehalt Professor Gehalt Wissenschaftlicher Mitarbeiter Gehalt News

    Für Arbeitgeber

    Stellenanzeige schalten Mediadaten AGB

    In Kooperation mit

    Forschung & Lehre - Logo
    Facebook
    Instagram
    LinkedIn