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7 Tipps für die individuelle Karriereplanung in der Wissenschaft

VON JULIANE SCHMIDT

Sie sind promoviert und wissen nicht, wie es beruflich weitergeht? Was kommt nach der Postdoc-Stelle? Wenn es um die berufliche Karriere geht, sollten Sie die Frage beantworten können, was Sie eigentlich erreichen wollen. Mit unseren sieben Tipps für die Karriereplanung haben Sie die ideale Vorlage, Ihre Karriere in die Hand zu nehmen.

7 Tipps für die individuelle Karriereplanung in der Wissenschaft

1. Schreiben Sie auf, wie Sie arbeiten wollen

Setzen Sie sich hin und schreiben Sie auf, wie Sie als Wissenschaftler arbeiten möchten. Definieren Sie Faktoren, die in Ihrer Arbeitswelt eine Rolle spielen sollten. Was ist Ihnen wichtig? Unter welchen Arbeitsbedingungen können Sie Ihre Kompetenz am besten einbringen? Ist ein funktionierendes Team entscheidend oder gibt es ein bestimmtes Forschungsgebiet, für das Sie brennen?


7 Tipps für die individuelle Karriereplanung in der Wissenschaft

2. Was für ein Typ sind Sie?

Möchten Sie eher forschen und im Hintergrund bleiben oder möchten Sie auch als Person sichtbar und Experte auf einem Gebiet werden? Haben Sie strategische Interessen? Sie müssen als Typ zum Arbeitsplatz passen, z.B. sollten Sie in der Wirtschaft unternehmerisch denken können. Ein Unternehmen muss Umsatz machen und Produkte auf den Markt bringen, die sich verkaufen. In der Wissenschaft kommt es darauf an, zu erforschen und zu entdecken. Hier ist das Umfeld stärker an den eigenen Idealen dran.

7 Tipps für die individuelle Karriereplanung in der Wissenschaft

3. Themen festlegen

Klären Sie für sich folgende Frage: Welche Themen sind für Sie interessant? Definieren Sie Schlagworte, die thematisch zu Ihrem Profil passen. Grenzen Sie Ihre Interessen ein, um sich auf das Wesentliche zu fokussieren.




7 Tipps für die individuelle Karriereplanung in der Wissenschaft

4. Was möchten Sie erreichen?

Vergegenwärtigen Sie sich den Ist-Zustand, um herauszufinden, ob dieser Ihren beruflichen Idealen entspricht. Eine erfolgreiche Karriereplanung steht und fällt mit der Frage, was Sie erreichen wollen. Dabei sollten Sie sich fragen: Wo möchte ich hin? Wo möchte ich arbeiten? Wo werde ich glücklich?



7 Tipps für die individuelle Karriereplanung in der Wissenschaft

5. Machen Sie sich Ihre Stärken klar

Schreiben Sie auf, was Sie gut können, was Ihnen liegt. Hier sollten sich Frauen bei der Karriereplanung selbstbewusst positionieren. Stärken zu definieren ist gleichermaßen die beste Vorbereitung für zukünftige Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche. Auch beim Netzwerken ist dieser Prozess sinnvoll, um sich auf gewisse Themen zu konzentrieren.


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6. Deadlines festlegen

Listen Sie auf, wie Sie vorgehen möchten und in welchem Zeitraum Sie einzelne Schritte erreicht haben wollen. Terminieren Sie Teilschritte wie z.B. die Online-Stellensuche, Kontakte aufbauen oder die Vorbereitung Ihrer Bewerbungsunterlagen, bis wann Sie diese erledigt haben wollen. Zeitliche Fristen sind wichtig, so dass diese Dinge neben den Alltagstätigkeiten nicht untergehen. Und natürlich: Wo möchten Sie in einem Jahr sein? Wo in fünf Jahren?

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7. Werte definieren

Die Werte sind wichtig: Wo liegt der Fokus? Ist Ihr Fokus, die Familie zu ernähren? Oder ist es Ihnen wichtig, gesellschaftlich einen Status zu haben? Der Job muss auch zu den eigenen Werten passen. Das Arbeitsumfeld (z.B. bei der Frage, ob Wirtschaft oder Wissenschaft) ist eine Frage der Philosophie. Ein höheres Gehalt kann für Sie Anerkennung sein. Ist Ihnen ein dickes Gehalt nicht wichtig, so fokussieren Sie sich vielleicht eher auf andere Werte, wie z.B. die Inhalte und die Menschen, mit denen Sie arbeiten wollen.

Nur, wenn Sie mit sich in diesen Fragen im Reinen sind, steht dem Erfolg Ihrer persönlichen Karriereplanung nichts mehr im Wege.

Die Tipps sind Ergebnis eines Gesprächs mit Personal Performance Coach Jessica Wahl.

academics :: Januar 2016

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