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Professur auf Probe - wie wahrscheinlich ist die Überführung in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit?

Professur auf Probe© foto-ruhrgebiet - iStockphoto.com

Ich bin 32 Jahre alt und habe seit 3 Monaten eine W2-Professur in Baden-Württemberg inne. Dort bin ich wie üblich als "Beamter auf Probe" für 3 Jahre ernannt worden. Meine Frage lautet nun: Wie sicher ist eine anschließende Verbeamtung auf Lebenszeit? Was könnte die Verbeamtung auf Lebenszeit verhindern? Für wie "sicher" halten Sie meinen jetzigen Status?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Sie sprechen das Problem der Professur auf Probe an. Es ist richtig, dass es in Baden-Württemberg bei der ersten Berufung in ein Professorenamt die Ernennung der Professoren zum "Beamten auf Probe" gibt. Die Probezeit beträgt drei Jahre. Dies ergibt sich aus § 50 Abs. 1 des Gesetzes über die Hochschulen in Baden-Württemberg.

Ansonsten nennt das Gesetz unabhängig von dieser Möglichkeit in Ausnahmefällen die "Professur auf Zeit" unter bestimmten Voraussetzungen, die näher im Gesetz beschrieben sind.

Zum ThemaIm Gegensatz zu der Begründung eines Beamtendienstverhältnisses auf Zeit hat der Beamte auf Probe den Vorteil, dass sein Beamtendienstverhältnis bei Bewährung in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit überführt wird. Hier besteht ein entsprechender Rechtsanspruch, der bei dem Beamten auf Zeit nicht gegeben ist. In dieser Probezeit sollte erkennbar sein, dass Sie als Beamter nach Eignung, Fähigkeit und fachlicher Leistung in der Lage sind, die von Ihnen geforderten Aufgaben zu erfüllen. Die Hochschule hat also einen Beurteilungsspielraum bei der Frage, ob Sie die Probezeit erfolgreich absolvieren, sich also bewähren.
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