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Wie wird eine befristete Professur verlängert?

Wie wird eine befristete Professur verlängert© NickDaVinci / photocase.de

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Nicht selten werden Professuren in einem befristeten Beamtenverhältnis übertragen. Dies ist regelmäßig etwa bei der Berufung auf eine Stiftungsprofessur oder Juniorprofessur der Fall.
Aber auch im Falle der erstmaligen Berufung auf eine reguläre Professur kann, soweit das Landesrecht dies vorsieht, ein zeitlich befristetes Beamtenverhältnis übertragen werden. Die Verlängerung hängt im Regelfall jeweils von einer positiven Evaluation der Leistungen des Amtsinhabers ab. Das zeitlich befristete Beamtenverhältnis endet kraft Gesetzes mit Ablauf des in der Ernennungsurkunde oder in der Begleitverfügung benannten Datums automatisch. Daher sollte das Evaluationsverfahren so weiträumig vor dem Beendigungszeitpunkt liegen, dass das Beamtenverhältnis nahtlos verlängert werden kann.

Soll nach Maßgabe des jeweils einschlägigen Landeshochschulrechts ein zeitlich befristetes Beamtenverhältnis verlängert werden, kann die Frage aufkommen, ob die Aushändigung einer neuen beamtenrechtlichen Ernennungsurkunde zwingend notwendig wird. Die Antwort darauf hängt vom jeweiligen Landesrecht ab.

In einigen Bundesländern - so etwa in Schleswig-Holstein - ordnet das Beamtenrecht explizit die erneute Aushändigung einer beamtenrechtlichen Ernennungsurkunde an. In anderen Bundesländern - z.B. Niedersachsen - wird hingegen auf die ursprüngliche Ernennungsurkunde ein Vermerk gesetzt, aus dem hervorgeht, dass die Amtszeit und damit das Beamtenverhältnis auf Zeit des betroffenen Amtsinhabers bis zu einem konkret bestimmten Datum verlängert ist.

Aus Forschung & Lehre :: Mai 2015