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Chancen auf einen Lehrauftrag nach Berufserfahrung in einer politischen NRO?

Chancen auf einen Lehrauftrag nach Berufserfahrung in einer politischen NRO?© Felix Möckel - iStockphoto.com

Ich arbeite seit mittlerweile 6 Jahren in einer großen politischen NRO als Öffentlichkeitsreferentin und habe mein Magisterstudium in Neuerer Deutscher Literatur und Medien, Politik und Europäischer Ethnologie 1998 sehr gut abgeschlossen.

Gerne würde ich mich beruflich verändern; deshalb hier meine Fragen:

- Wie sehen Sie die Chancen für einen Quereinstieg in eine wissenschaftliche Karriere / Lehrauftrag? Mir wäre wichtig, die Erfahrungen meiner Berufstätigkeit in der NRO dabei anderen zugänglich machen zu können.

- Für wie wichtig erachten Sie dabei eine Promotion? Verliert sie zunehmend an Wert, oder "lohnt sich die Mühe"?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Es ist aus unserer Perspektive durchaus chancenreich, Ihre in den vergangenen Jahren in einer großen politischen Nichtregierungsorganisation gesammelten Erfahrungen im Rahmen eines Lehrauftrages zu vermitteln. Natürlich ist es hierfür zwingend erforderlich, dass Sie einen Fachbereich respektive eine Professur finden, die einen Bedarf an der Vermittlung derartigen Wissens durch einen Lehrauftrag hat. Insbesondere im Bereich der politischen Wissenschaften und verwandter Fächer sollte dies allerdings nach unserem Dafürhalten gegeben sein.

Hinsichtlich der von Ihnen aufgeworfenen Frage zur "Nützlichkeit" einer Promotion ist grundsätzlich festzustellen, dass zumindest ab Vollendung des 40. Lebensjahres ein Promotionsvorhaben von vielen Arbeitgebern als "privates Projekt" aufgefasst wird. Ungeachtet dessen ist nach unserer Kenntnis eine Promotion nach wie vor Regelvoraussetzung für die Besetzung von Führungspositionen. Im Übrigen dürfte eine Promotion auch im Kontext eines Lehrauftrages an einer deutschen Universität durchaus hilfreich sein.
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