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Rückkehrprogramme - Eine Übersicht

 

Verschiedene Rückkehrprogramme unterstützen deutsche Wissenschaftler, die im Ausland arbeiten, auf dem Weg zurück in ihre Heimat. Im Rahmen der Rückkehrprogramme werden Netzwerke gebildet und Forschungsvorhaben von Wissenschaftlern im eigenen Land unterstützt.

Rückkehrprogramme - Eine Übersicht© Tyler Olson - Fotolia.comEine Übersicht wichtiger Rückkehrprogramme für deutsche Wissenschaftler im Ausland

German Scholars Organization (GSO)

Zentrales Anliegen der GSO ist es, deutsche Hochqualifizierte, die derzeit im Ausland leben und arbeiten, für eine Tätigkeit in Deutschland zurückzugewinnen. Die GSO vernetzt deutsche Spitzenkräfte in aller Welt miteinander und unterstützt sie bei der Stellensuche in Deutschland - in allen Bereichen und Branchen. Gleichzeitig ermöglicht sie deutschen Arbeitgebern aus Wissenschaft und Wirtschaft den Zugang zu dieser Zielgruppe. Damit will die GSO einen aktiven Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Deutschland leisten und die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hochschulen stärken. Sitz des Vereins ist Berlin, wo auch die Geschäftsstelle angesiedelt ist. In den USA ist die GSO durch eine Repräsentanz in San Francisco vertreten. Im Jahr 2012 hat die GSO zudem vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie den Auftrag erhalten, die Rückkehrinitiative "Return to Bavaria" durchzuführen. In diesem Zusammenhang betreibt die GSO die "Return to Bavaria-Geschäftsstelle" in München.

German Academic International Network (GAIN)

GAIN versteht sich als Netzwerk deutscher Wissenschaftler in Nordamerika. Teil des Netzwerkes können Doktoranden, Postdoktoranden und Professoren aller Fächer werden. GAIN will mit Veranstaltungen und Publikationen für einen besseren Informationsfluss in beiden Richtungen über den Atlantik sorgen. GAIN unterstützt Wissenschaftler bei der beruflichen Wiedereingliederung in Deutschland. Jahrestagungen, Beratungsangebote, Workshops und der monatliche Newsletter ermöglichen Wissenschaftlern, ihre Rückkehr nach Deutschland gut vorzubereiten. GAIN arbeitet auch mit deutschen Wissenschaftlern zusammen, die sich für einen längeren oder dauerhaften Aufenthalt im US-Wissenschaftssystem entschieden haben. GAIN ist eine Gemeinschaftsinitiative der großen Wissenschaftsorganisationen.

Rückkehrprogramm NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen schreibt regelmäßig das Programm zur Förderung der Rückkehr des hoch qualifizierten Forschungsnachwuchses aus dem Ausland aus. Promovierten Nachwuchswissenschaftlern, die vor ihrem Forschungsaufenthalt im Ausland ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland hatten, soll die Möglichkeit geboten werden, ihr eigenes Forschungsvorhaben zu realisieren und sich durch die Leitung einer selbstständigen Nachwuchsgruppe für eine unbefristete Professur zu qualifizieren. Das Programm steht hoch qualifizierten Nachwuchswissenschaftlern offen, deren Promotion zwei bis sechs Jahre zurückliegt (bei Medizinern zwei bis neun Jahre), die derzeit außerhalb Deutschlands erfolgreich forschen und deren Lebensmittelpunkt in Deutschland lag, bevor sie ins Ausland gingen. Vor dem Zeitpunkt der Bewerbung (Stichtag) muss er/sie mindestens zwei Jahre exzellenter wissenschaftlicher Forschung im Ausland vorweisen können. Die Ausschreibungen erfolgen themenspezifisch.

Return to Bavaria

Mit "Return to Bavaria" spricht Bayern ausgewanderte bayerische bzw. deutsche Fach- und Führungskräfte in aller Welt an und will sie motivieren, nach Bayern zurück zu kehren. "Return to Bavaria" richtet sich an Bayern bzw. Deutsche aller Bereiche und Branchen, die über einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss verfügen, im Ausland leben und arbeiten und Interesse daran haben, in den Freistaat zurückzukehren. Sie werden bei Ihrer Rückkehr Schritt für Schritt begleitet und individuell unterstützt. Träger ist das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Das Bayerische Staatsministerium kooperiert hier mit der German Scholars Organization e.V.

Aus Forschung & Lehre :: Dezember 2013

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